Notfallbesetzung Kindergarten Spatzennest

von Uwe Grothe

Neuregelung ab dem 23.03.2020

Liebe Eltern,

die Maßnahmen rund um das Thema Corona werden beinah stündlich angepasst. Am Donnerstag appellierte das Ministerium, dass wir als Träger, dass gesamte Personal aus der Einrichtung abziehen und nur eine Notfallbesetzung stellen. Dies gilt zum Schutze des Einzelnen Arbeitsnehmers, der Kontaktvermeidung und der Eindämmung der Infektionsrate. Unsere Schlussfolgerung war, dass wir das Personal bis auf weiteres mit Homeoffice an den heimischen Arbeitsplatz versetzt haben, denn für alle Arbeitnehmer, die nicht in der Notfallbetreuung sind, gilt ebenfalls ein Betretungsverbot!

Die gestrige Anpassung des „Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW“ betrifft auch uns als Einrichtung bzw. möglicherweise euch als Eltern.

Das MKFFI teilt mit:
Ab Montag, dem 23.03.2020, gilt eine Neuregelung, wer anspruchsberechtigt ist. Um den Betrieb der kritischen Infrastruktur sicherzustellen, hat die Landesregierung entschieden, dass jede Person, die in kritischer Infrastruktur tätig ist, und eine Bescheinigung des Arbeitgebers zur Unabkömmlichkeit vorlegen kann, unabhängig von der familiären Situation einen individuellen Anspruch auf eine Betreuung ihrer Kinder in Kindertagesbetreuungsangeboten hat, wenn die Betreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll – entsprechend der Empfehlungen des RKI – organisiert werden kann. Es reicht damit, wenn von einem Elternteil eine entsprechende Bescheinigung vorlegt wird, es müssen nicht länger von beiden Elternteilen Bescheinigungen vorgelegt werden. Alleinerziehende, die in kritischer Infrastruktur tätig sind, brauchen neben der Arbeitgeberbescheinigung keine weiteren Nachweise zu erbringen. [...]

Wir als Einrichtung appellieren aber mit Nachdruck an euch als verständige Erwachsene, dass die Schlüsselkinder tatsächlich nur dann gebracht werden, wenn es auch unabdinglich ist! Wir können weder unser Personal, noch die zu betreuenden Kinder schützen, wenn wir unseren Betrieb nun wieder um ein erhebliches Maß hochfahren.

Die Einrichtung ist weiterhin geschlossen und nur für den absoluten Notfall während der tatsächlichen Arbeitszeit gedacht! Auch müssen wir euch darauf hinweisen, dass die Eltern dazu angehalten sind, ihre Arbeitszeiten zeitnah so anzupassen, dass die „Schichten“ die heimische Kinderbetreuung abdecken. Daraus resultiert, dass die Notbetreuung für vereinzelte Tage, aber nicht für eine vollständige Periode in Anspruch genommen wird!

Um eine Chance und Kontrolle über diese berufliche Unabkömmlichkeit und den Mangel an entsprechender Betreuung zu haben, fordern wir von allen Schlüsselkindern:

  • Eine Bescheinigung der Unabkömmlichkeit des Arbeitnehmers in Schlüsselfunktion
  • Eine Aufstellung der Arbeitszeiten des Arbeitnehmers in Schlüsselfunktion
  • Eine Bescheinigung des Ehepartners der Unabkömmlichkeit (auch ohne Schlüsselfunktion, denn sonst ist für uns keine Notfallbetreuung ersichtlich)
  • Eine Aufstellung der Arbeitszeiten des Arbeitnehmers/Ehepartners
  • Alleinerziehende, die in kritischer Infrastruktur tätig sind, brauchen neben der Unabkömmlichkeitsbescheinigung und den Arbeitszeiten keine weiteren Nachweise zu erbringen

Formulare dazu sende ich gerne auf Anfrage zu.

Nochmal zur Erinnerung zum Schutze aller Mitmenschen: Auch Schlüsselkinder dürfen nicht gebracht werden, wenn sie

  • Krankheitssymptome aufweisen,
  • wissentlich in Kontakt zu infizierten Personen stehen, es sei denn seit, dass seit dem Kontakt mit infizierten Personen 14 Tage vergangen sind und sie keine Krankheitssymptome aufweisen,
  • sich in einem Gebiet aufgehalten haben, das durch das Robert Koch-Institut (RKI) aktuell als Risikogebiet ausgewiesen es sei denn, dass 14 Tage seit Rückkehr aus diesem Risikogebiet vergangen sind und sie keine Krankheitssymptome zeigen

Hier sind die Eltern in der Verantwortung zu entscheiden, ob die Kinder betreut werden können oder nicht.

Die Einrichtung steht nicht wie gewohnt von 7:00-16:30 zur Betreuung zur Verfügung, zur Kontaktminimierung und der Einhaltung des Betretungsverbotes des Nicht-betreuenden Personals, ist die Einrichtung nur nach Absprache geöffnet. Wir passen unsere Betreuungszeiten an die Bedarfszeiten der Schlüsselkinder an. Auf diese Art und Weise können wir die Anwesenheit unseres Personals minimieren und es bestmöglich schützen. Es ist also notwendig, dass ihr euch VOR der Notfallbetreuung zur Absprache meldet!

Eine weiter Neuerung, die wir treffen müssen ist, dass alle Kinder vor der Einrichtung übergeben werden müssen. Eltern haben weiterhin keinen Zutritt zur Einrichtung. Unser Personal wird eure Kinder entgegennehmen.

Auf Grund des vermehrten Emailverkehrs scheint es bei einigen von euch Probleme mit dem Postfach zu geben. Bitte teilt diese Email, so dass wir unsere Eltern flächendeckend erreichen. Ich werde dieser Email alle vorherigen Info-Mails meinerseits anhängen und hoffe, dass ihr alle bestmöglich informiert seid.

Lasst uns gemeinsam versuchen, die außergewöhnliche Lage ruhig, besonnen und solidarisch zu meistern. Bleibt gesund!
Euer Vorstand

Mit freundlichen Grüßen
Birte Schulz
1. Vorsitzende

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